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Hintergrund
∎ Lesen und Schreiben lernen
∎ Individueller Erwerbsverlauf
∎ Lese-/Rechtschreibschwäche (LRS)
∎ Erfolgreiche Förderung
Unter einer Lese-/Rechtschreibschwäche versteht man eine ausgeprägte, langandauernde Störung des Schriftspracherwerbs, von der etwa jedes zwanzigste Kind eines Jahrgangs betroffen ist. Kindern mit einer Lese-/Rechtschreibschwäche gelingt es in der Regel nicht, ohne eine individuelle Förderung kompetent lesen und schreiben zu lernen. Häufig tritt eine Lese-/Rechtschreibschwäche im Zusammenhang mit Problemen in der Entwicklung von Wahrnehmung, Sprache oder Aufmerksamkeitsselektion auf. Insbesondere sind hier drei Störungsbilder zu nennen: Legasthenie, Spezifische Sprachentwicklungsstörung (SSES) und Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
Von einer Legasthenie ist zu sprechen, wenn eine Lese-/Rechtschreibschwäche bei normal entwickelter Intelligenz mit Störungen der akustischen, visuellen und/oder räumlichen Wahrnehmung einhergeht (Teilleistungsschwäche). Eine Legasthenie bedarf einer Unterstützung im Rahmen einer Lerntherapie, die ein Training des Lesens, der Rechtschreibung sowie der betroffenen Teilleistungen umfassen sollte.
Hierbei handelt es sich um eine Störung der Sprachentwicklung, die sich zumeist schon früh im Spracherwerb bemerkbar macht. Merkmale sind ein geringer Wortschatz sowie Schwierigkeiten in der Wahrnehmung bzw. der Aussprache von Wörtern und im Umgang mit grammatikalischen Strukturen. Im Grundschulalter hängt eine Spezifische Sprachentwicklungsstörung oft mit einer Verzögerung des Schriftspracherwerbs zusammen. Es besteht ein hohes Risiko, dass sprachentwicklungsgestörte Kinder eine Lese-/Rechtschreibschwäche ausbilden. In diesem Fall sollte ein Training des Lesens und der Rechtschreibung nur gemeinsam mit bzw. im Anschluss an eine sprachheiltherapeutische Behandlung durchgeführt werden.
Bei einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom handelt es sich um eine umfassende Störung der Selbstkontrolle eines Menschen. Betroffene Kinder haben Schwierigkeiten, unangebrachtes Verhalten zu hemmen, Frustrationen zu tolerieren und Tätigkeiten durchzuführen, die eine Überwachung des eigenen Verhaltens erfordern. In der Schule fällt es ihnen oft schwer, ihr Leistungspotenzial auszuschöpfen. Dies kann negative Auswirkungen auf den Schriftspracherwerb haben, sodass aufmerksamkeitsgestörte Kinder häufig eine Lese-/Rechtschreibschwäche ausbilden. Da in diesem Fall das Defizit in der Schriftsprachentwicklung eine Folge der Aufmerksamkeitsstörung ist, sollte ein Training des Lesens und der Rechtschreibung nur gemeinsam mit bzw. im Anschluss an eine Therapie der Aufmerksamkeitsstörung erfolgen.
∎ Welche Merkmale ein erfolgsversprechendes Lese-/Rechtschreibtraining aufweisen sollte.
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