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LRS-Heimtraining (Erwerbsverzögerung)
Lesen und Schreiben zu lernen ist ein schwieriger Vorgang, der sich über mehrere Jahre hinziehen kann.
Leider gelingt nicht allen Kindern dieser Erwerbsprozess in der Geschwindigkeit, die von den schulischen Lehrplänen vorausgesetzt wird.
Für die weitere Schullaufbahn eines Kindes ist ein verzögerter Erwerb ungünstig, da Lesen und Schreiben bedeutsam für den Schulerfolg sind.
Hier setzt das LRS-Heimtraining (Erwerbsverzögerung) an.
Es bietet Eltern eines Kindes mit einem langsameren Erwerb des Lesens und der Rechtschreibung die Möglichkeit, ihrem Kind eine passgenaue Unterstützung zukommen zu lassen.
LRS-Heimtraining (Therapiebegleitung)
Unter einer Lese-/Rechtschreibschwäche versteht man eine langandauernde ausgeprägte Störung des Schriftspracherwerbs.
Häufig tritt eine Lese-/Rechtschreibschwäche vor dem Hintergrund einer Störung der Sprache (Sprachentwicklungsstörung, SSES), der Aufmerksamkeitssteuerung (ADS, ADHS) oder der Wahrnehmung (Legasthenie) auf.
In diesem Fall ist eine Sprach-, Psycho- oder Lerntherapie angezeigt, die sich mit dem jeweiligen Störungsbild auseinandersetzt.
Die Therapie sollte ein sprachorientiertes Training des Lesens und der Rechtschreibung mit einem hohen wöchentlichen Pensum umfassen.
Allerdings bietet nicht jede Therapie Raum für eine mehrmals wöchentlich stattfindende Förderung der Schriftsprache.
In einem solchen Fall können Eltern des betroffenen Kindes eine in ihrer Stadt durchgeführte Sprach-, Psycho- oder Lerntherapie zuhause mit dem LRS-Heimtraining (Therapiebegleitung) begleiten.
Dieses Trainingsprogramm wird auf die besonderen Bedürfnisse bei Sprachentwicklungsstörung, Aufmerksamkeitsstörung oder Legasthenie zugeschnitten.
Häufig gestellte Fragen:
„Ich übe mit meinem Kind regelmäßig, ein Diktat zu schreiben.
Warum nützt das meinem Kind so wenig?“
In erster Linie ist ein Diktat ist ein Verfahren zur Feststellung der Rechtschreibleistung. Zur Förderung der Rechtschreibung kann ein Diktat nur wenig beitragen.
Kindern mit guter Rechtschreibung unterlaufen in einem Diktat in der Regel nur wenige Fehler.
Vereinzelt gelingt es einem rechtschreibstarken Kind tatsächlich, aus diesen wenigen Fehlern zu lernen, beispielsweise indem es sich die Schreibung eines bestimmten Wortes einprägt.
Rechtschreibschwache Kinder machen dagegen in einem Diktat so viele Fehler,
dass sie sich die richtige Schreibung der verbesserten Wörter aufgrund der hohen Fehleranzahl nicht einprägen können.
Übungsdiktate unterstützen rechtschreibschwache Kinder daher höchstens kurzfristig.
Häufig gestellte Fragen:
„Weshalb kann die Rechtschreibung im Rahmen einer Lerntherapie besser gefördert werden als in einem Nachhilfeunterricht?“
Das Ziel einer Lerntherapie besteht darin, grundlegende Fähigkeiten eines Kindes zu fördern, wie beispielsweise das Lesen oder die Rechtschreibung.
In seiner Arbeit richtet sich ein Lerntherapeut nach einem wissenschaftlichen Modell der Entwicklung dieser Fähigkeiten. Er versucht zunächst zu diagnostizieren,
welche Teilfähigkeiten ein Kind bereits beherrscht und mit welchen es noch Schwierigkeiten hat. Die Diagnostik bildet die Grundlage für die Zusammenstellung eines Therapieplans, der die Lerntherapie leitet.
Dagegen strebt ein Nachhilfelehrer Nachhilfe danach, ein Kind beim Erreichen eines bestimmten Bildungszieles zu unterstützen.
Der Nachhilfeunterricht orientiert sich am schulischen Lehrplan. Er greift die Inhalte des Schulunterrichts auf und versucht, diese so zu ergänzen,
dass dem unterstützten Kind ein anderer Zugang zum Unterrichtsstoff ermöglicht wird.
Eine Lerntherapie ist angezeigt, wenn eine bestimmte grundlegende Fähigkeit (beispielsweise die Rechtschreibung) bei einem Kind nicht so weit entwickelt ist,
wie das der schulische Lehrplan voraussetzt. Ein Nachhilfeunterricht ist angeraten,
wenn ein konkretes Bildungsziel (beispielsweise die Versetzung) gefährdet ist, weil ein Kind dem Unterrichtsstoff teilweise nicht folgen kann.
Bei einer Lese-/Rechtschreibschwäche stellt die Lerntherapie somit die geeignetere Form der Unterstützung dar.
Beim LRS-Heimtraining handelt es sich um ein Training des Lesens und der Rechtschreibung, das der Diplom-Psychologe Dr. Andrés Oliva y Hausmann für die Durchführung im Elternhaus entwickelt hat. Das LRS-Heimtraining bietet Eltern die Möglichkeit, ihr Kind im eigenen Zuhause mit den Methoden einer psychologischen Lerntherapie zu fördern.
Bild: © Elvira Schäfer - Fotolia.com
Das LRS-Heimtraining wird für jedes Kind individuell zusammengestellt. Dabei berücksichtigt der Trainingsplan ebenso die bestehende Kompetenz in der Rechtschreibung wie Vorlieben oder Abneigungen gegenüber bestimmten Lernformen. Spezielle Übungen ermöglichen bei Bedarf die Förderung grammatikalischer Fähigkeiten, des Wortschatzumfangs oder der Wahrnehmungsintegration.
Das benötigte Material wird im Abstand von fünf Wochen mit der Post nach Hause geschickt. Wichtiger Bestandteil jeder Übung ist ein Redeskript mit einem ausgearbeiteten Vorschlag zu ihrer sprachlichen Umsetzung. Dank dieses Redeskripts können auch Neueinsteiger schnell mit dem Training ihres Kindes beginnen.
Bild: © Elvira Schäfer - Fotolia.com
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